Paris ist die Hauptstadt der Französischen Republik und hat knapp 11 Millionen Einwohner auf einer Fläche von ca. 1800 qkm. Paris gehört zu den dichtbesiedeltsten Städten der Welt.
Die Entwicklung Paris zur Seinemetropole und den typischen "klassischen" Charakter erhielt diese Stadt unter Ludwig XIV. (1638-1715). Dieser ließ die Befestigungsmauern aus dem 13. Jh. niederlegen und die mittelalterlichen Bollwerke durch breite Prachtstraßen, die Grands Boulevards, ersetzen. Dies war für das damalige Europa eine Neuheit. Damit demonstrierte der Monarch seine absolutistische Machtstellung und legte in den Grundzügen bereits die heutige Stadtstruktur fest. Um den vom Sonnenkönig geschaffenen Boulevardring legten sich konzentrisch die späteren Mauern und Befestigungen, die dann ihrerseits zu Straßenringen geworden sind. Unter Ludwig XIV. avancierte Paris außerdem zum künstlerischen Zentrum und strahlte auf ganz Europa aus. Unzählige berühmte Künstler der damaligen Zeit wirkten in Paris, darunter Jaques Francois Blondel, Charles Le Brun, Andree Le Notre, Francois Mansart, Jules Hardouin-Mansart, Claude Perrault und Antoine Watteau. Unter Napoleon III. (1808-1873) und seinem Präfekt Baron Georges Eugene Haussmann (1809-1891) erlebte Paris ab Mitte des 19. Jh.s. eine erneute Umgestaltung. Diese bestimmt bis heute grundlegend den Stadtcharakter. Haussmann ließ ganze Stadtviertel, für die Großstadtmetropole des 19. Jh., dem Erdboden gleichmachen. An die Stelle der Elendquartiere traten staatliche Prachtbauten, Plätze, Parks und breite Avenuen. Gleichzeitig wurde die Trinkwasserversorgung und die Kanalisation neu konzipiert. Als architektonischer Höhepunkt dieser Ära gilt die Oper von Charles Garnier (1825-1898), deren Einweihung 1875 stattfand. Seinen Glanz des 19. Jh. hat sich die französische Hauptstadt vielerorts bis heute bewahrt. Den Höhepunkt des zweiten Kaiserreiches markierten die zwischen 1855 und 1867 in Paris organisierten Weltausstellungen, gefolgt von zwei weiteren 1878 und 1889. An die letzte Weltausstellung erinnert der Pariser Eifelturm, der zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist.
Wenn Sie Paris möglichst authentisch erleben möchten, gelingt Ihnen das am besten, wenn Sie die Stadt zu Fuß erobern.
Die größten Museen und umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt, sowie 350 Kunstgalerien verteilen sich über die Stadt. Um nicht von einer wahren Kunstlawine überrollt zu werden, ist es empfehlenswert, sich einen Museumsplan zuzulegen und gezielt auszuwählen (erhältlich in den Museums-Shops oder an den Kassen).
Zu Anfang mit großer Skepsis betrachtet, wurde der Eiffelturm zum berühmtesten Wahrzeichen von Paris. Bei klarem Wetter hat man einen großartigen Blick von der 320 m hohen Eisenkonstruktion. Entworfen und berechnet wurde der zur Weltausstellung 1889 eingeweihte Turm von Alexandre Gustave Eiffel. Der 307 m hohe Turm besteht aus 15000 Stahlteilen, die 2,5 Mio. Nieten zusammenhalten. Ursprünglich verteilte die Konstruktion das Gesamtgewicht von 7500 t so, dass sich am Boden nur ein Druck von 4 kg pro 1 cm2 ergab. Der Eiffelturm verfügt über drei Aussichtsplattformen in 57 m, 112 m und 274 m Höhe.
Auf der Seine-Insel schlendert man durch 2000 Jahre Stadtgeschichte. Hier steht die gotische Kathedrale Notre-Dame, die mittelalterliche Concierge, das frühere Staatsgefängnis, sowie der riesige Komplex des Justizpalastes. In diesen integriert ist die zierliche Kapelle Sainte-Chapelle, ein Meisterwerk der französischen Hochgotik.
Die Kathedrale „Zu Unseren Lieben Frau“ ist das Wahrzeichen von Paris und eines der bedeutendsten Sakralbauten der Frühgotik. Hier wurde nicht nur Heinrich VI. zum König und Maria Stuart gekrönt, sondern auch Napoleon in Anwesenheit des Papstes zum Kaiser. Der Blick vom Turm lohnt den recht anstrengenden Aufstieg.
Hoch auf dem Montmartre-Hügel gelegen, leuchten ihre Kuppeln weithin über die Stadt. Durch ein Gelöbnis entstand dieses Gotteshaus als Zeichen der Besinnung und Hoffnung. 1876 wurde unter der Leitung von Paul Abadie mit dem Bau begonnen, der sich wegen des Sandsteinuntergrunds als schwierig und langwierig erwies; erst 1910 konnte die Basilika fertiggestellt und 1919 dem Heiligen Herzen Jesu geweiht werden. Die Bauweise, oft als "Zuckerbäckerstil" bezeichnet, ist romanisch-byzantinischen Kirchen nachempfunden. Sehr lohnend ist der Aufstieg zur Kuppel. Für die Mühe wird man mit einem großartigen Rundblick über Paris belohnt.
Der Kommerz-Komplex aus verspiegeltem Glas, Beton und Aluminium beherbergt
unzählige Läden, Cafés, Restaurants, ein Auditorium, Kinos, eine Sporthalle und sogar ein Treibhaus. Die Métrostation Chatelet-Les Halles ist die größte U-Bahn-Station der
Welt.
Er ist der älteste der großen Pariser Plätze und wohl auch der schönste. Der von
einheitlichen Fassaden aus hellem Stein und roten Ziegeln umschlossenen Viereckplatz sollte, sowohl dem Adel, als auch dem Volk für seine Feste dienen.
Die weite Place de la Concorde - des Platzes der Eintracht, im Schnittpunkt der beiden Achsen Louvre -Triumphbogen und Madelaine - Palais Bourbon gelegen, gilt als eine der schönsten städtischen Platzanlagen der Welt. Als Standort für eine Reiterstatue Ludwigs XV. vom Stadtsenat ausgewählt und als Place Louis XV. angelegt ist der Platz das Werk des Baumeisters Jacques-Ange Gabriel, der zwischen 1755 und 1775 an der Nordseite zwei Prachtbauten zu beiden Seiten der Rue Royale errichten ließ: rechts das Marineministerium und links das elegante Hotel Grillon. Weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Place de la Concorde sind der Brunnen mit seinen Skulpturen und der Obelisque.
Place du Trocadéro ist ein sehr schöner, schattiger Garten mit Fontäne und einer großen Terrasse, die einen einzigartigen Blick auf den Eiffelturm freigibt. Die Jugend trifft sich hier zum Skateboard fahren.
Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch die Stadt der Mode. Im prachtvollsten Kaufhaus von Paris, den Galeries Lafayette, kann man auf 42 000 qm in Luxus schwelgen, ebenso im Nobelladen Printemps. Edle, teure Läden junger Modemacher wie Kenzo, Esprit, Hugo Boss findet man am Place des Victoires.
Der Arc de Triomphe de l'Etoile ist dem Ruhm der siegreichen französischen Armee der Revolution und des ersten Kaiserreiches gewidmet. Napoleon I gab 1806 den Auftrag zu diesem gewaltigen Bauwerk, erlebte aber seine Vollendung im Jahre 1836 nicht mehr. Auf dem Arc de Triomphe befindet sich eine Aussichtsplattform.
Heute erinnert nur noch der Platz an das berüchtigte Staatgefängnis "La Bastille" - vielgehasstes Symbol absolutistischer Macht. Sie wurde nach der Erstürmung am 14. Juli 1789 innerhalb weniger Monate vollständig abgetragen. In der Mitte der Place de la Bastille erhebt sich die 51 Meter hohe Julisäule (Colonne de Juillet) mit einer von Dumont geschaffenen, graziösen Freiheitsstatue, deren Vergoldung im Jahre 1989 erneuert worden ist. Die balancierende Figur erinnert jedoch nicht an den französischen Nationalfeiertag, sondern an die getöteten Republikaner während der Julirevolution von 1830, in der Karl X. gestürzt und der Bürgerkönig Louis Philippe an die Macht gebracht wurde. Vier gallische Hähne und ein Löwenrelief am Sockel symbolisieren das freie Volk. Eine Wendeltreppe im Innern der Säule (283 Stufen) führt auf eine Aussichtsplattform mit grandiosem Blick auf die gegenüberliegende, neue Volksoper.
Zwischen dem Hallenviertel und dem Marais liegt das "Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou", so die offizielle Bezeichnung, das seit seiner Eröffnung 1977 mit jährlich über 7 Millionen Besuchern zu einem Anziehungspunkt ersten Ranges geworden ist. Das Kulturhaus mit Werkstattcharakter ist ein breit angelegter Mehrspartenbetrieb, der als Treffpunkt für Kulturschaffen und Informationsaustausch gestaltet wurde, um bildende Kunst, Architektur, Design, Lektüre und Musik interaktiv und einander ergänzend vorzustellen. Das Publikum hat die Wahl zwischen wechselnden Ausstellungen, dem Nationalmuseum für moderne Kunst, einem Zentrum für Industriedesign, einem Institut für zeitgenössische Musik, einer Bibliothek, einem Theater sowie der Besichtigung des Gebäudes selbst. In sechs Etagen finden Konzerte moderne Opern und Ballettexperimente statt, außerhalb des Gebäudes, auf dem Vorplatz, gibt es eine bunte Mischung von Kleinkunst mit Gauklern und Feuerspuckern.
Die Avenue des Champs-Elysees, die knapp 2 Kilometer lange, in aller Welt bekannte Prachtstraße von Paris, wird von Rond-Point, ihrer größten Kreuzung, in zwei Teile geteilt: der obere Teil, zum Arc de Triomphe hin, bietet Luxusgeschäfte und Hotels, unzählige Restaurant und Straßencafes, Kinos und Theater, die Büros der großen Banken und internationalen Fluggesellschaften, aber auch immer mehr Fast-Food-Läden und Souvenirstände. Hier trifft sich die Welt, hört man das Vielsprachengemisch flanierender Passanten. Der untere Teil zum Place de la Concorde dagegen wird von parkähnlichen Anlagen gesäumt, in denen sich Museen, Theater und einige Restaurants befinden.
Im Westen der Stadt, in Verlängerung der Achse Champs -Elysees -Triumphbogen -Avenue de la Grande Armee, liegt am Ende der Avenue Charles de Gaulle das seit Mitte der sechziger Jahre entstandene Hochhausviertel La Defense. Der historische Name "Verteidigung" erinnert an den Krieg 1870/71, als die Franzosen an dieser Stelle den Preußen hartnäckig Widerstand leisteten. Heute kündigt sich hier indessen der Aufbruch der französischen Hauptstadt in 21. Jahrhundert an. Zur Zweihundertjahrfeier der französischen Revolution wurde 1989 die mit weißem Carrara- Marmor verkleidete große Arche eingeweiht, ein zeitgenössisches "Fenster zur Welt" und Symbol der Brüderlichkeit. Der 110 Meter hohe Triumphbogen ist u.a. Sitz des französischen Ministeriums für Städte- und Wohnungsbau und einer internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.
Das heutige Rathaus im Neo-Renaissance-Stil stammt weitgehend aus der Zeit der 3. Republik. Die reichdekorierten Fassaden zieren 136 Statuen und Medaillons berühmter Künstler, Dichter und Denker Frankreichs, am Uhrturm thront die Pariser Stadtgöttin. Paris hat erst seit 1977 wieder einen Bürgermeister.
Das Hotel des Invalides ist seiner ursprünglichen Bestimmung nach eine Wohnstädte für Kriegsversehrte und verfügte einstmals über 7000 Plätze. Heute gibt es nur noch Pensionäre, die diesen schönsten, noch vollständig erhaltenen Gebäudekomplex aus dem Paris des 17. Jh. bewohnen. Die meisten Räume sind inzwischen von militärischen Verwaltungsstellen und Museen belegt. Der Sonnenkönig gründete mit dem Hotel des Invalides das erste Wohnheim für die Invaliden seiner Armee. Die 1675 bis 1706 erbaute Eglise du Dome des Invalides ist seit 1840 Grabkirche von Napoleon I. Das Werk des großen Architekten Jules Hardouin-Mansart ist der bedeutendste sakrale Prachtbau der französischen Klassik und gilt als Pendant zum weltlichen Meisterstück der Architektur jener Epoche, dem Schloss von Versailles.
Die lange und komplexe Geschichte des Louvre umfasst acht Jahrhunderte Projekte, Erbauungen, Zerstörung und Umbruch. Vom Franz I. bis zu Ludwig XIV. vergrößerten Frankreichs Monarchen die mittelalterliche Wehrburg zum prachtvollen Palast, bis dann im Zeichen des Absolutismus der Hof plötzlich nach Versailles umzog und den Louvre halbfertig sich selbst überließ. Die Gebäude wurden als bald Wohn- und Wirkstätte renommierter Künstler wie Fragonard und Chardin, bis unter Ludwig XVI. das Königtum vorübergehend in den Stadtpalast zurückkehrte, bevor dieser während der französischen Revolution im Jahre 1793 schließlich Prototyp des modernen Kunstmuseums umfunktioniert wurde.
Das nüchtern, zugleich aber sehr repräsentativ wirkende, zweiflügelige Palais de Chaillot erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe über der Seine. Es wurde 1937 anstelle des früheren Palais du Trocadero errichtet. Die von gleißenden Bronzestatuen beidseitig flankierte, breite Hauptterrasse, die die beiden Flügel trennt und den wohl spektakulärsten Blick auf den gegenüberliegenden Eifelturm bietet, diente 1937 als Eingang zur Weltausstellung. In den weitläufigen Flügeln des Palais sind vier Museen eingerichtet worden. Der Westflügel beherbergt des Museum für Völkerkunde und das Marinemuseum, der Ostflügel das Museum der französischen Baukunst, das Kinomuseum und die französische Cinematheque.
Eine einmalige Platzanlage, die in ihrer ursprünglichen Form vom Ende des 17 bzw. Anfang des 18 Jh. erthalten ist, findet sich nördlich der Tuileries: die Place Vendome. Der Charme dieses Platzes, eines der herausragenden Beispiele harmonischer Stadtarchitektur in Europa, besteht in der Geschlossenheit und Unversehrtheit des einheitlichen Entwurfes. Hier sind königlicher Repräsentationsstil und bürgerliche Nüchternheit eine glückliche Verbindung eingegangen, die nach der sorgsamen Restaurierung der Platzanlage zu Beginn der 90er Jahre in neuem Glanz erstrahlt. Die Colonne de la Grande Armee in der Mitte des Platzes erzählt in einem spiralförmig ansteigenden Bronze-Relief von den Ruhmestaten der französichen Armee. Die Säule ersetzte ein Reiterstandbild Ludwigs XIV., das 1792 den Wirren der Französichen Revolution zum Opfer fiel. Napoleon I. ließ statt dessen das 44 m hohe Monument "zum Ruhme der Armee" aufstellen, das eine Imitation der Trajansäule in Rom darstellt.
Die Basilika von Saint-Denis ist die Grabstätte des Nationalheiligen Denis (Dionysius) und der Könige Frankreichs, in ihr wurden die Königsinsignien und das königliche Kriegsbanner, die "Oriflamme", aufbewahrt und die königlichen Chroniken geführt; mehrere Äbte stellten auch die Regenten des Königreiches. Über 12 Jh. lang versammelten sich fast alle französischen Monarchen in der architektonisch einzigartigen Nekropole zur letzten Ruhe.
Versetzen Sie sich 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück und entdecken Sie eine lebendige Geschichte mit der größten jemals produzierten Multimedia-Show über Paris!
Dank neuer audiovisueller Techniken mit Maxi-Leinwand und virtuellen Holo-Video-Bildern wird Sie Viktor Hugo persönlich durch die Pariser Jahrhunderte führen. Erleben Sie eine einzigartige Entdeckungsreise durch die Freuden und Dramen, die diese Lichterstadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist.
PARIS-STORY bietet Ihren Kunden 45 Minuten voller Emotionen, atemberaubender Bilder und faszinierender Musik, um Paris und seine Seele besser zu verstehen. Die ideale Einführung zu einer Stadtrundfahrt!
Per Kopfhörer ist eine Simultanübersetzung in deutscher Sprache bei jeder Vorstellung möglich.
Die ganze Show ist mit mehreren, jeder Epoche passenden Musikstücken bereichert. Diese Musikstücke wurden in Zusammenarbeit mit dem "Centre de Musique baroque de Versailles" ausgewählt.
PARIS-STORY ist nicht einfach ein Film, sondern ein mitreißendes, multivisuelles Spektakel.
Das im Jahre 2001 vollständig umgebaute Museum lädt unter dem Motto 'Der Geist von Paris' zu einem Rundgang ein, bei dem sich Tradition und Moderne miteinander verbinden.
Erleben Sie das Paris von gestern und heute anhand von erstaunlichen Szenen: die wichtigsten Momente des 20. Jh., die Geschichte Frankreichs bis zum heutigen Tag. Brasserie, Theater, Künstlerwerkstatt... Alles magische Orte, an denen Sie die bekannten über 300 Persönlichkeiten, darunter 80 neue Berühmtheiten, von Paris (aus Wachs) treffen.
Neu und einzigartig präsentiert sich das Cinéaqua in Paris. In den Gärten von Trocadéro gelegen, ist es eine Mischung aus Aquarienwelt und Kino. Mit 500 Arten, die auf einer Fläche von über 3500 qm präsentiert werden, lädt die schönste Aquarienwelt Europas ein in eine neue Welt voller Emotionen und Sensationen.